Wander- und Zeltfreizeit in der Bretagne

Abends am Strand Artischocken essen

Fortsetzung: Wandern in der Bretagne

Am 29.und 3o Juli sind wir nur 14 km gewandert. Wir schlugen unsere 2 Kohten in Lampaul ca. 250 Meter vom Meer entfernt auf. Das Bürgermeisteramt erlaubte uns das Zelten. Eisessen im Ort,sowie Strandwandern, Fußball spielen,im Schlafsack liegen waren unsere Beschäftigungen. Am Morgen des 31. Juli wurde wieder zusammengepackt und weiter gings. Nach einigen Umwegen kamen wir an den ersten Arber. "Arber" sind sehr lang ins Landesinnere reichende Einschnitte, die sich bei Flut mit Wasser füllen und bei Ebbe zum Teil zu Fuss überquert werden können. Leider gab es im Umkreis von 1o km keine Brücke um den Meeresarm zu überqueren. Kurzerhand fragten wir einen Jungen ob er uns nicht mit seinem Boot auf die andere Seite fahren könnte. Jeder bekam eine Schwimmweste und in 2 Fahrten war dann die Gruppe am anderen Ufer.

Der nächste Arber wurde mit Einsetzen der Flut erreicht. Wären wir ca. 30 min früher angelangt, hätte es für eine Überquerung auf einer alten Steinbrücke noch gereicht. Die Flut war mittlerweile so stark, daß sie uns bei der Überquerung unweigerlich die Füße weggezogen hätte und wir mit unseren Rucksäcken ins Wasser gefallen wären. Kurzerhand wurde die Wanderroute geändert und es ging in Richtung Folgöet weiter. Eine richtige Wanderwut überkam die Mannschaft. Nach 30 Kilometern an diesem Tag legten wir uns gegen 23 Uhr Nachts am Rande eines Kornfeldes erschöpft nieder.

Die nächsten 2 Tage waren dann wieder eher geruhsamer. 15 Kilometer wurden zurückgelegt und 2 Nächte standen anschließend unsere Zelte irgendwo in den Dünen.

10 Mann in einem Boot Am 4.August nahmen wir die restlichen 18 km nach St.Pol de Leon in Angriff. Dort wollten wir die letzten 7 Tage irgendwie am Strand verbringen. Einheimische schickten uns dann an einen Strand der nach ihrer Meinung niemand gehörte und sehr einsam liegt. Er lag 3 km von St.Pol de Leon auf der anderen Seite der Bucht. Nach 2 Tagen stellte sich jedoch heraus, dass der Platz einem Bauern gehörte. Aber er erlaubte uns das Zelten. Der Platz lag wirklich einsam - bis auf die 3 Stunden am Tag, wenn die Bretonen Schlickwürmer und Muscheln suchen gehen.

direkt vor dem Zelt unser Lagerfeuer abends am Strand In den 8 Tagen wurde die Gegend erkundet, St.Pol unsicher gemacht. Es gab ein Kino, eine tolle Kirche mit schönen Fenstern und Holzkästen in denen Totenköpfe lagen,schöne Einkaufsstraßen und eine 2te Kirche mit einem Kirchturm zum Besichtigen. Als Ritschi den engen Gang hochstürmte blieb er plötzlich stecken, da der Gang nach oben hin immer schmaler wurde. Aber mit einem bischen Schieben und Drücken gings dann doch noch weiter.

Einkaufen erwies sich als eine sehr kraftraubende Angelegenheit. Deshalb gingen wir nur alles 3 Tage Einkaufen und kauften dann jeweils auch soviel ein, daß es auch für 3 Tage reichte. Unsere Vorräte wurden in unserem selbstgebauten Kühlschrank verstaut. Er lag einen halben Meter unter der Erde.

bei der Zwiebelernte haben wir 1000 Kisten voll in einer Rekordzeit abgeerntet Irgendwann kam dann mal der Bauer wieder und fragte uns, ob wir ihm beim Zwiebelernten helfen würden. Das war eine willkommene Abwechslung für uns. Den ganzen Nachmittag lang waren wir beschäftigt ein Feld von gut 200 Metern Länge und ca. 100 Meter Breite abzuernten. 4 Traktoranhänger mit über 1000 Zwiebelkisten wurden von uns beladen. Der Bauer und seine Familie gaben uns zu Essen und zu Trinken. Danach waren seine Vorräte in seiner Speisekammer erschöpft. Mit unserer Arbeitsgeschwinigkeit hatte sicherlich der Bauer nicht gerechnet. Er war überglücklich, dass wir das komplette Feld an einem Nachmittag abernteten. Am Abend schenkte er uns noch ca. 60 Artischocken. Die nächsten 3 Tage aßen wir wie die Verrückten Artischocken in allen Variationen. Die 7 Tage waren im Nu rum und die Heimfahrt wurde angetreten. Der Zwischenstopp in Paris wurde für einen Kinobesuch genutzt. In Stuttgart wurden wir am 13.August schon sehnsüchtig von unseren Eltern empfangen.

Es lagen 3 Wochen Abenteuer, Erlebnisse, Erkenntnisse und Gemeinschaft hinter uns. In den 3 Wochen haben wir uns näher kennengelernt mit unseren Stärken und Schwächen, haben wir Gemeinschaft untereinander und mit Gottes Wort gehabt, haben wir 3 Wochen ganz auf uns gestellt uns ertragen müssen.

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